Wirtschaftsspiegel Thüringen – Ausgabe 02/2021

Anzeige 13 Autoren: Matthias Barbian, Jonas Porzelt Dieser Artikel zeigt Ihnen den Weg zur digitalen Produktion in fünf Schritten. 1. Der Wille zur Veränderung Der Wille zur Veränderung kann bspw. durch Wettbewerbsdruck, notwendige Optimierungen der Produktion oder ak- tuell durch Corona ausgelöst werden. Für die erfolgreiche Umsetzung der Digitalisierung ist die Einstellung zur Veränderung entscheidend. Mit „Das ha- ben wir schon immer so gemacht!“ wird es nicht mehr gehen! Das Management sollte mit einer zukunftsorientierten Sichtweise ein interdisziplinäres Team zusammenstellen, welches sich einen geeigneten Anwendungsfall für die Um- setzung im Unternehmen erarbeitet. Hierbei müssen Fragen gestellt werden wie „Welche Anlage ist der Produktions- engpass?“, „Welche Anlage verursacht die größten Kosten?“ oder „Wo ist die Realisierung am schnellsten möglich?“ 2. Kennzahlen, Sensorik und Daten Um die ausgewählten kritischen Kennzahlen zu ermitteln, muss Sensorik angeschlossen werden. Oftmals ist die- se schon verbaut und die Daten bleiben ungenutzt. Schließt man diese jedoch an eine Plattform an, sind sie nutzbar. Technologisch lassen sich die Sensoren und Produktionsmaschinen über stan- dardisierte Schnittstellen und Proto- kolle schnell mit Plattformen verbin- den, genauso wie externe Geräte (bspw. Kameras, Thermometer) und Fremdsys- teme (MES, ERP). Falls noch Daten für die benötigte Transparenz fehlen, kön- nen Sensoren ohne neue CE-Zertifizie- rung in der Produktion nachgerüstet und direkt an die Plattform angeschlos- sen werden. Diese Konnektivität stellt die Grundlage für die Plattformauswahl dar. 3. Plattform, Apps Allerdings ist die Auswahl vorhandener Plattformen groß. Zur Datenarchivierung, -verarbei- tung und -analyse gibt es generell drei Lösungsmög- lichkeiten: dezentral in der Cloud, direkt an der Ma- schine auf dem Edge-Device oder auf einer internen selbstgebauten Server-Struktur. Empfehlenswert sind Edge und Cloud. Zur Plattformauswahl sollte man sich die Frage stellen zu vorhandenen Branchenlösungen, Datenhoheit und Preis. Bei der Beantwortung dieser Fragen sollten Systemintegratoren beraten. Schritte 2 und 3 bieten die Grundlage, mehrere Lösungen von verschiedenen Anbietern zu integrieren oder selbst Applikationen zu erstellen. 4. Datentransparenz und -archivierung Individuell gestaltbare Dashboards ermöglichen den Nutzern die Visualisierung der kritischen Produktions- kennzahlen und Daten in gewünschter Art und Weise. Außerdem ist die automatische Datenarchivierung entscheidend für das spätere Trainieren der KI-Algo- rithmen. Dies schafft die nötige Transparenz über die Produktion und Grundlage für die Datenanalytik. 5. Künstliche Intelligenz und Datenanalytik Künstliche Intelligenz in der Produktion wird bspw. für die vorausschauende Wartung eingesetzt. KI-Experten können dabei unterstützen, Produktionsdaten oder an- dere Daten, wie bspw. Wetter-, ökonomische Daten in Beziehung zu setzen. Auf der einen Seite ist das Wis- sen über die Methoden der Künstlichen Intelligenz sehr wichtig, diese muss auf der anderen Seite immer mit dem Fachwissen aus der Produktion ver- knüpft werden, um die richtigen Schlussfolgerungen bei der Modell- Generierung zu ziehen. Hier ist eine en- ge Zusammenarbeit zwischen KI-Ex- perten und Experten aus der Produktion entscheidend. Digitale Geschäftsmodelle Die Königsdisziplin sind die (disrupti- ven) digitalen Geschäftsmodelle. Es ist die Frage nach dem: „Wie kann ich die Daten und die verbundenen Dienste monetarisieren?“ Dieser Schritt muss nicht unbedingt der abschließende Schritt der digitalen Transformation sein, sondern steht bei vielen bestehen- den Unternehmen am Anfang der digi- talen Analyse, die mit Hilfe von Work- shops erfolgen kann. Ist das Geschäfts- modell definiert, so lassen sich auf die- ser Basis die benötigten Technologien ableiten. seioTec GmbH realisiert die digitale Transformation für den produzierenden Mittelstand Die seioTec GmbH mit dem Geschäfts- führer Frank Seiferth sowie dem Tech- nischen Leiter Kay Hölzemann in Erfurt realisiert mit dem produzierenden Mittelstand die digitale Transformation und unterstützt vom Finden des An- wendungsfalls im IoT-Workshop, über die Umsetzung vom Anschluss der Sensorik und Maschinen an die Cloud, die App-Entwicklung zur Visualisierung bis hin zur Realisierung von neuen Geschäftsmodellen. Die digitale Umset- zung wird im engen Kontakt mit dem Kunden mit der SCRUM-Methodik durchgeführt. Ein Testbetrieb könnte im Mehnert Lab Erfurt stattfinden. Hier können Digitalisierung und Produktion „angefasst“ werden. seioTec und Meh- nert wirken hier partnerschaftlich im Kontor Erfurt zusammen. In fünf Schritten zur digitalen Produktion seioTec Die Großen haben mit 7-stelligen Beträgen die Digitalisierung umgesetzt, der Mittelstand kann das jetzt für 5-stellige Beträge realisieren. Frank Seiferth, CEO SEITEC GmbH und seioTec GmbH www.seiotec.com

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