Wirtschaftsspiegel Thüringen – Ausgabe 02/2021

Foto: Stadtverwaltung Ilmenau,Nancy Hampel Goethe, Porzellan, Glas und Universität Auf Grund der Fundstätten an Kupfer und Silber erlangte Ilmenau als Bergbaustadt vom 14. bis 16. Jahrhundert eine wichtige Bedeutung, zeitweilig wurden bis zu 800 Bergleute beschäftigt. Als Staatsminister war Johann Wolfgang von Goethe im Auftrag des Herzogs in Ilmenau und Umgebung, um den Bergbau wieder zu beleben, was ihm aber nicht ge- lang. Seitdem verbindet sich der Name des großen Klassikers mit der Stadt Ilmenau und berechtigt zum Titel „Goethestadt“ . Um der Stadt zu helfen, begünstigte der Herzog Carl August von Sachsen-Weimar die Entwicklung der Porzellanherstellung . Die ehemalige Graf-von-Henneberg Manufaktur (gegründet 1777) steht mit ihrem Namen noch für dieses Handwerk. Leider musste das Unternehmen im Jahr 2002 geschlossen werden. Jedoch siedelten sich auf dem ehemaligen Werksgelände wieder porzellanproduzierende Unternehmen an. Die technische Glasproduktion und Verarbeitung sowie das einhergehende Mess- und Eichwesen haben in der Stadt eine lange Tradition und finden heute Eingang in die neuen Technologiestätten. Die Tradition Ilmenaus als Unviversitätsstadt reicht bis ins späte 19. Jahr- hundert zurück. 1894 entstand das Technikum Ilmenau, das sich im Laufe der Jahrzehnte zur einzigen Technischen Universität in Thüringen weiterentwickelte. Die TU Ilmenau mit ihren ca. 7.000 Studenten ist zu einem Hauptträger des Lebens und Geschehens der Stadt geworden. (tl). Willkommen in Ilmenau, einer Stadt, die Tradition und Zukunft in einzigartiger Weise verbindet. RegioSpecial Ilmenau

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